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Carglass Cologne Triathlon - Mein erster Versuch an der Mitteldistanz

Von Christian Zicholl

 

Vom 30.08. bis zum 01.09.2013 fand das Carglass Cologne Triathlon Weekend mit mehr als 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer statt. Bereits am Freitag durften sich die jüngsten Triathleten von 8 bis 9 Jahren ihrem Wettbewerb mit 50 m Schwimmen, 2000 m Radfahren und 500m Laufen stellen. Aber dann wurden die Strecken immer länger, sodass auch am Sonntag eine Schar von Athleten die Ironman-Distanzen angingen.

 

Ich habe mich erstmals an der Mitteldistanz (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren, 21.1 km Laufen) versucht.

 

Nach dem anfänglichen Schwimmen im Fühlinger See, das ich nach einer für mich hervorragenden und nicht erwarteten Zeit von 33:35 Min, beendete, ging es auf die Radstrecke.

 

Die Strecke führte dann vom Fühlinger See um und durch Köln. Auf diesem Teilstück, auf dem Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h erreicht wurden, konnten schöne Eindrücke gesammelt werden.

 

Nach nunmehr 2:47:48 Stunden auf dem Rad und einem zügigem Wechsel ging es dann an den abschließenden Halbmarathon. Hier wurde ein Wendepunktkurs durch die Kölner Innenstadt gelaufen, der am Kölner Doms vorbei und entlang des Rheins verlief. Als kleines Bonbon musste die Deutzer Brücke über eine 60-stufige Wendeltreppe zweimalig erklommen werden.

 

Viele Zuschauer säumten hier den Weg und sorgten vielerorts für gute Stimmung, was die Zeit von 1:47:21 Stunden etwas erleichterte.
Nach letztendlich  113 km überquerte ich nach 5:06:45 Stunden die Ziellinie. Hier erwartete mich meine Familie, die ich glücklich in die Arme schließen konnte.


Kurzum soll noch gesagt sein: Eine klasse Veranstaltung, die tolle Eindrücke und viele Emotionen hinterlassen hat und mit einem nicht erwarteten Ergebnis für mich endete.

Die Salomon 4Trails von Garmisch-Partenkirchen nach Samnaun 

Drei Länder, vier Etappen, fünf Orte - eine einzigartige Alpenüberquerung

 

Von Jörg Kappel

 

Nach über einem halben Jahr Vorbereitung mit über 1500 Trainings- und Wettkampfkilometern war es endlich soweit, am 9. Juli fand die Eröffnungsfeier in Garmisch mit dem Einzug der Flaggen der Starter aus 25 Ländern und dem ersten Briefing für die erste von vier Etappen statt. Das Briefing vor jeder Etappe war Pflicht. Die erste Etappe wurde als Einlaufetappe vorgestellt, die zweimal die Höhenmarke von 1600 m überschritt und
mit sechs moderaten Anstiegen das Richtige zum Eingewöhnen sei.

 

10. Juli 2013: 36,3 km mit 2410 Höhenmetern von Garmisch-Partenkirchen nach Ehrwald

 

45 Min vor dem Start erfolgte das Einchecken in die Startboxen, mit Kontrolle der Pflichtausrüstung. Dazu gehörte ein Rucksack mit 1,5 l Flüssigkeit, einem langen Oberteil, Regenbekleidung, Mütze, Handschuhe und einem Erste-Hilfe-Set. Diese Kontrolle wiederholte sich übrigens vor jeder Etappe.

Um 10 Uhr fiel der Startschuss. 503 Starterinnen und Starter machten sich auf den Weg  von Garmisch nach Ehrwald. Das Feld sehr gemischt mit vielen erfahrenen Bergläufern, Ultraläufern und Leidenschaftsläufern. Man hatte kaum die Stadtgrenze erreicht, da war es allen klar, dass es schwer werden würde. Als besonders wichtig stellte sich heraus, dass jeder seine eigene Verpflegung bei sich hatte, da mal eben der erste Verpflegungsstand ausgefallen war. Das bedeutete 20km bis zum ersten Getränk. In den Bergen sind das dreieinhalb Stunden für den "Otto-Normal-Läufer". Sechs Anstiege und am letzten reichte die Kraft kaum mehr zum Marschieren, da musste ich zwischendurch mal stehenbleiben. Dazu kam noch eine richtig rutschige Strecke, bedingt durch ein Gewitter am Vorabend. Es gab viele Stürze im Feld.

 

Das war eine erste Etappe, die den meisten ordentlich Respekt vor dem Rest einflößte. Ich habe den Einstieg in die 4Trails überglücklich und unversehrt geschafft, in 6 Stunden und 32 Minuten. 

11. Juli 2013: 45,3 km mit 2723 Höhenmetern von Ehrwald nach Imst

 

Das Briefing am Vortag versprach gutes Wetter und eine richtig schwere Etappe. Es ging zweimal über 2200 m hinaus, zuerst über die Grünsteinscharte und dann zum Haininger Kreuz. Dazwischen ging es wieder komplett ins Tal auf 900 m hinab, und das alles auf richtig wilden Trails, über Wurzel- und Geröllpfade. Ein besonderes Erlebnis war der Weg über die Grünsteinscharte. Ein wahres Abenteuer war ein richtig steiler Anstieg in einem Schneefeld. Das Ziel erreichte ich gesund aber nicht mehr munter nach 9 Stunden und  9 Minuten. 


12. Juli 2013: 31,1 km mit 1844 Höhenmetern von Imst nach Landeck

 

Diese Etappe war dann mal eben eine "Überführungsetappe" mit weniger Höhenmetern und weniger Kilometern. Es ging "nur" über einen Berg, von 777 m in Imst hinauf auf den Glanderspitz mit 2512 m, und wieder hinunter. Für mich war es aber die schwerste Etappe, erst  rauf, rauf, rauf und das nach der harten zweiten Etappe, und dann begab bei voller Konzentration ohne die Möglichkeit der Entspannung. Im Ziel war ich nach nur 5 Stunden und 45 Minuten mit drei Blasen und einem blauen Zehennagel.

 

13. Juli 2013: 47,0 km mit 2840 Höhenmetern von Landeck nach Samnaun

 

Angespannte Ruhe herrschte beim Start der letzten Etappe um 7 Uhr in der City von Landeck. Jeder hatte ordentlichen Respekt vor der letzten und längsten Etappe. Diese war wegen eines Steinschlags im unteren Teil der Strecke mal eben um 2,5 km verlängert worden. Zum Glück führte der erste Anstieg von 800 m auf über 2400 m in Serpentinen zumeist über Forststraßen. Über der Baumgrenze folgten dann war aber wieder Steine, Geröll und Schneefelder, also das, was einen Hochgebirgslauf ausmacht. Einem Abstieg bis unter 2000 m folgte dann der zweite Aufstieg zum höchsten Punkt der 4Trails, der Ochsenscharte auf 2787 m Höhe mit viel Schnee im Anstieg. Von dort ging es dann mit ständigen Gegenanstiegen hinab nach Samnaun in der Schweiz. Das Ziel erreichte ich nach 9 Stunden und 12 Minuten.

 

Im Ziel

 

Das machte eine Gesamtzeit von 30:39:48,5 Stunden aus, bei zusammen 159,7 km und 9817 Höhenmetern und Platz 217 bei den Herren. Ich habe 20000 kcal verbrannt (und wieder gegessen). Am Ende bekamen 394 Starter und Starterinnen ein Finisher-Shirt.

 

Viele haben sich überschätzt, einige verletzt, bei anderen spielte der Magen nicht mehr mit und manche haben einfach nur aufgegeben. Aber für die meisten war es ein tolles Rennen in den Bergen, das man so schnell nicht vergisst, mit Schnee im Sommer, blauen Bergseen, Trails, über die kaum ein Wanderer läuft und ganz vielen netten Menschen aus aller Welt.

 

Für mich stand von vornherein fest, ohne eine gute Vorbereitung und ohne eine vernünftige Selbsteinschätzung geht das nicht. Und ich habe eine alte Läuferweisheit beherzigt, die da lautet: Nicht die Strecke tötet, sondern das Tempo.

 

Mein erster Marathon - Oder: Mein Kampf mit mir

42,195 km - 21. Oktober 2012 - Palma de Mallorca - 3:31:58 Std. (oder 5:01 Min. pro Kilometer)

 

Von Dieter Brodowski

 

Also hätte mir einer vor zwei Jahren gesagt, dass ich jemals einen Marathon laufe, ich hätte ihn ausgelacht. Vor ca. 2 Jahren bin ich zu den Lauffreunden gegangen. Die Aufnahme lief sehr freundlich. Beim ersten Training habe ich mich gewundert, dass man sich auch noch beim Laufen unterhalten kann. Heute weiß ich, dass es geht. Ich wollte mich auf max. 5 km oder 10 km trainieren. Aber das sollte sich schnell ändern. Das regelmäßige Training brachte mir sehr schnelle Lauferfolge.

 

Im letzten Jahr bin ich dann den ersten Halbmarathon in Köln gelaufen. Meine kurze Vorbereitung mit Martin Schulte brachte mir den ersten Erfolg. Ich lief den ersten Halbmarathon in 1:39:48 Std., für mich eine absolut persönliche Bestzeit.

 

Für den Marathon habe ich mir einen erfahrenden Läufer ausgesucht. Mit Thomas Klink (Turbo) haben wir nach einem geeigneten Trainingsplan gesucht.

 

Der Lauf sollte auf Mallorca stattfinden. Ein sehr anspruchsvoller Lauf, wie sich noch herausstellen sollte.

 

Das Training

 

Bei der Suche nach einem Trainingsplanes haben wir darauf geachtet, dass die Zielzeit dem entspricht, was ich auch persönlich erreichen kann. Nach ein paar Trainingsläufen haben wir uns entschieden, die Zeit von 5 Min./km zu laufen. Schnell war ein Trainingsplan für 10 Wochen gefunden. Die ersten Läufe im Training waren sehr angenehm, und ich fühlte mich wohl dabei. Das änderte sich aber beim ersten 30 km-Lauf. Schlechte Vorbereitung und hohe Temperaturen brachten mich schnell an meine Grenzen. Ich hatte am Trainingstag wenig gegessen und getrunken. Außerdem hatte ich auch noch wenig zu Trinken dabei. Das war eine Erfahrung, die man nicht unbedingt braucht. Aber gut, dass es mir im Training passiert ist.mallorca1

Thorsten Bücker, der in Essen den Marathon laufen wollte, schloss sich unserem Training an.

 

Das weitere Training verlief alles nach Plan. Im Trainingsplan standen 2 Wettkämpfe, die wir in einer bestimmten Zeit erreichen mussten. Diese waren ein Test für den Marathon.

 

Zuerst war der 10 km-Lauf in Dortmund dran. Bei milden 31 Grad starteten wir den Lauf. Das Ziel war,  die 10 km in 45 Min. zu laufen. Ich musste mir eingestehen, dass mir das Wetter und auch die Steigung beim Citylauf in Dortmund nicht lag. Ich habe das Ziel mit Mühe erreicht. Leider waren meine beiden Trainingspartner deutlich vor mir im Ziel.

 

Als letzter Test fand nun der Halbmarathon in Bertlich statt.

 

Die Vorgabe des Trainingsplanes war eine Zeit von 1:40 Std.  Wir wollten dann den km in 4:45 Min. laufen.  Aber klar war auch, dass wir diesen Lauf zusammen laufen wollten.  Also , der Startschuss fiel und wir liefen los. Schnell stellte sich für mich heraus, dass wir sehr viel schneller unterwegs waren. Nach ca. 6 km protestierte ich heftig mit Thomas und Thorsten. Da ich aber kein Gehör fand und ich mir sagen lassen musste, dass beim Wettkampf alles anders ist als im Training, habe ich für mich beschlossen, das Tempo heraus zu nehmen. Mit Aufmunterungen der beiden lief ich dann doch weiter,  km für km. Turbo musste das Tempo dann doch nach ca. 13 km verletzungsbedingt herausnehmen. Thorsten und ich liefen das Tempo weiter. Wir hatten uns einer Gruppe angeschlossen, die das gleiche Tempo liefen. Nach 16 km dachte ich, dass mich meine Kräfte verließen, aber Thorsten hat mich wieder aufgebaut, und ich hielt das Tempo. Als dann die Diskussion aufkam, zum letzten km noch das Tempo zu erhöhen, wäre ich bald gestorben. Im Stadion angekommen wurde das Tempo noch einmal erhöht. Da habe ich gedacht, ich laufe auf einem Laufband und komme nicht voran. Auf der nassen Aschebahn wurde jeder Meter zur Qual. Die Zeit wurde dann bei 1:35:50 Std. für mich gestoppt. Persönliche Bestzeit für mich, ich freute mich und nach einem Bier war der Lauf schon vergessen. Drei Tage später habe ich dann noch ohne Absprache mit den anderen einen 5 km-Lauf absolviert. Mit 20:39 Min. habe ich wieder eine persönliche Bestzeit gelaufen. Ich glaube, ich muss nicht erwähnen, dass Turbo und Thorsten nicht damit einverstanden waren, außerhalb des Trainingsplanes noch zusätzlich einen Wettkampf zu laufen. Ok , die letzten 2Wochen habe ich mich dann auch an den Plan gehalten.

 

Der Lauf

 

Morgens um 6:00 Uhr klingelte der Wecker, ich stehe auf und der erste Weg war zum Fenster. Es ist trocken,  aber der Wind ist stark, Also keine guten Aussichten. Am Abend vorher hatte es noch stark geregnet. Also machten wir uns fertig für den Lauf. Um 6:30 Uhr gab es Frühstück. Danach fuhren wir mit dem Bus zum Lauf. Es gab noch ein paar ermunterte Worte von Jürgen Korvien , danach noch das Gruppenbild und dann ging es zum warmmachen. Kurz vor neun Uhr stellten Turbo und ich uns in das Startfeld. Die Spannung stieg! Noch mal in Gedanken die Scheckliste durchgegangen und die Uhr gestellt. Dann war es soweit. Pünktlich um 9:00 Uhr fiel der Startschuss zum Marathon.

 

Die ersten 10km führten uns von der Kathedrale vorbei zum Hafen herunter. Nach einem Wendepunkt ging es zurück zur Kathedrale und durch die Altstadt. Die Wege durch die engen Gassen waren schön anzusehen. Wieder an der Kathedrale angekommen ging es Richtung Flughafen. Nach 21 km fühlte ich mich noch richtig gut. Wir hatten ein Tempo von unter 5 Min./km und waren sehr gut in der Zeit. So langsam machte sich aber der Wind bemerkbar. Er blies wie ein riesiger Föhn durch die Straßen und kam komischerweise, egal wie wir gelaufen sind, immer von vorne.

 

Turbo nahm das Tempo nach 24 km ein bisschen heraus, so dass ich auf mich allein gestellt war. Ich lief in einer kleinen Gruppe mit, die das gleiche Tempo liefen wie ich. Am Wendepunkt angekommen, ging es am Strand zurück Richtung Palma. Die Wellen schlugen über und wir wurden teilweise gekühlt vom Meer. Ab 33 km merkte ich, wie mir mein Körper signalisierte, dass auch meine Kräfte so langsam zu Ende gingen. Mittlerweile lief ich völlig alleine.

 

Dann kam für mich der Hammer!!!!!! Der Kopf war stark und wollte auf jeden Fall weiter laufen, aber die Beine waren dagegen. Also habe ich mich selbst angefeuert, km für km. Richtig schlimm war es, die Teilnehmer zu überholen, die gegangen sind. Ich war sehr nahe daran, auch ein paar Schritte zu gehen. Aber der Kopf sagte: „Wenn du jetzt gehst, dann läufst du heute nicht mehr an!“ Also ging ich einen Kompromiss mit mir selbst ein, ich nahm mein Tempo raus. Die letzten km wollten einfach nicht vorüber gehen, ich lief und lief und überholte immer mehr Teilnehmer, die das Tempo herausnehmen mussten oder die nur noch gehen konnten. Ich sagte mir immer: „Nicht gehen, auf keinen Fall gehen!“

 

So langsam kam die Kathedrale von Palma näher. Eine große Menschenmenge stand am Zieleinlauf und feuerten mich an. Jürgen, Thorsten und Michael hatte ich dann auch im Blick. Ich erhöhte noch einmal das Tempo. Das Ziel im Auge. Noch 200 m - und ich war da, dachte ich. Leider musste ich am Ziel vorbei laufen und noch eine kleine Schleife drehen. Ich glaube, ihr könnt euch nicht vorstellen, was da in mir vorging. Aber „Scheiße“ sagte ich! Die paar Meter schaffe ich jetzt auch noch. Im Ziel angekommen blieb ich stehen und spürte alle Muskeln in meinen Beinen. Jürgen rief sofort: „Nicht stehen bleiben - weiter gehen!“ Der hatte gut reden, dachte ich. Also ging ich so gut wie ich nur konnte zur Verpflegungsstation. Als es anfing zu regnen, dachte ich mir, gehe jetzt lieber duschen. Jürgen kam mir entgegen, und es gab lobende Worte. Auf dem Weg zur Dusche bekam ich solche Krämpfe in den Beinen, dass ich nicht mehr stehen konnte. Zum Glück war Jürgen bei mir, der mir dabei geholfen hat, die Krämpfe wegzudrücken. Nach dem Duschen und einem Glas Bier ging es dann auch meinen Beine wieder besser.

 

Am nächsten Morgen lief ich dann am Strand 4 km zum Auslaufen, das klappte schon wieder relativ gut.

 

Ich hoffe dass ich jetzt keinen Läufer damit abgeschreckt habe, einen Marathon zu laufen; es sind meine Gedanken gewesen.

 

Ich habe in den letzten Wochen viele Tipps gehört und auch teilweise angewendet. Aber eins kann ich euch sagen: „Laufen, laufen musst du den Marathon ganz alleine!“ Und noch eins: „Laufen ist Kopfsache!“

 

Ich will mich an dieser Stelle bei Turbo und Thorsten bedanken, die mich auf den Marathon vorbereitet haben.

 

Viel Erfolg bei Euren Läufen!


Dieter

 

PS.: Ich konnte am nächsten Tag die Treppen rauf und runter gehen. Ein Tipp von mir: „Eine Salbe für die Durchblutung hilft“.


Gerannt wie die Teufel - Halloween-Run in Duisburg

Von Susanne Ganswind

 

Der Halloween-Run durch den Landschaftspark Nord in Duisburg ist ein Fun-Lauf der besonderen Art. Eigentlich dachte ich zuvor, es sei nur etwas für Eltern, die ihre Kinder begleiten. Doch weit gefehlt!

 

Hier waren auch ganz viele Erwachsene und Jugendliche, einfach aus Spaß an der Freude, am Start. Eine sehr große Rolle spielt dabei das Vergnügen, sich zu verkleiden. Und dem Ideenreichtum schienen da keine Grenzen gesetzt zu sein. Neben den klassischen Kostümen wie Hexen, Vampire,und Kürbisse waren auch richtige Horrorfiguren dabei: Skelette, Mumien, blutbenetzte Ärzte, Zombies und andere blutrünstige Monster.

 

Die Strecke im Landschaftspark war mit Fackeln beleuchtet, aber ansonsten nicht so gruselig wie von Fabian erwartet, zumal wir ja in einer großen Gruppe gelaufen sind, denn es war eine Menge Läufer auf der 5 km- und 10 km-Strecke unterwegs. Das Wetter war ideal.

 

Die Industriehalle (Ort der Anmeldung) und deren Vorplatz waren mit Spinnennetzen, Särgen, Strohpuppen, Kürbissen, Kerzen usw. geschmückt, so dass die Atmosphäre im Zusammenspiel mit der einsetzenden Dunkelheit angenehm schaurig war. Resümee: Es hat sich doppelt gelohnt, denn es war spannend dabei zu sein. Fabian hat seinen ersten 5-km-Lauf trotz Sturzes gut gemeistert! Wir sind stolz auf ihn!

 

 

 

 

 

Erfahrungsbericht zum Grundkurs Laufen der Lauffreunde Bönen vom 8.3. bis 14.4.2011 (Kursleitung: Manuela Maletz und Michael Klein)

Von Susanne Ganswind

 

Meine Vorgeschichte: Vor 10 Jahren kam mein Sohn zur Welt, was unser Leben sozusagen auf den Kopf stellte. Denn es sollte nichts mehr sein, wie es vorher war. Ich hatte immer viel Sport (Aerobic, Stepp-Aerobic, Jazz-Dance, Schwimmen, Volleyball, Fitness Studio) gemacht, aber jetzt Stand der Fokus voll auf dieses kleine Wesen. Leider hatte es nicht so einen guten Start gehabt und benötigte deshalb sehr viel Aufmerksamkeit. Ich erlaubte mir gewissermaßen kaum noch an mich selbst zu denken, was sich natürlich irgendwann rächte.

 

Meine Kilos, die ich während der Schwangerschaft zu viel zulegte, wurden eher mehr statt weniger und ich immer frustrierter. Aus medizinischer Sicht bekam ich den Rat mir einen Ausgleich für beruflichen und familiären Stress zu suchen. Da mir bei meinem Arzt Dr. Sander dann auch noch ein Flyer von den Lauffreunden Bönen in die Finger fiel, waren dafür die Weichen bereits gestellt. Auf der Internetseite informierte ich mich dann weiterhin über die Möglichkeiten, die der Verein bietet. Mit Freuden entdeckte ich, dass es auch ein Angebot für Kinder gibt und auch sonstige Aktivitäten wie beispielsweise Fahrradausflüge angeboten werden.

 

Also präsentierte ich meinen Entschluss meiner Familie und schlug vor, den Familienbeitrag zu wählen und zusammen einzutreten. Zuvor hatte ich mit Hartmut Stoepel telefoniert und mich über die Angebote der Grund- und Aufbaukurse informiert. Im September sollte ein entsprechender Kurs stattfinden und mein Mann und ich meldeten uns dafür an.

 

Leider hatte ich aus gesundheitlichen Gründen dann nicht antreten können, aber mein Mann war sofort hoch motiviert dabei. Auch mein Sohn begann im Januar zu trainieren und war begeistert insbesondere von seinem Trainer Michael Klein, der ihn durch sein Lob so sehr „puschen“ konnte, dass er trotz seiner Behinderung beim 1000-m-Lauf in seiner Schulklasse in den vorderen Rängen lag.


Somit konnte ich es kaum erwarten bis der nächste Kurs begann. Aber im März war es dann endlich so weit.

 

Mit knapp 20 anderen Teilnehmern saß ich brav auf einem Stuhl und lauschte auf die beiden Kursleiter, füllte den Fragebogen aus und harrte der Dinge die da kommen würden. Angesprochen hat mich auch, das Foto von Michael Klein, was er herumgab und ihn vor dem Lauftraining mit überflüssigen Pfunden zeigte. Das machte mir Hoffnung, denn das wollte ich unbedingt auch wieder schaffen! ;-)

 

Gelaufen war ich hin und wieder zwischendurch mal – sehr sporadisch und sehr kurze Strecken - für mich allein, aber jetzt wusste ich, dass es weitaus mehr bringen würde, wenn ich in der Gruppe regelmäßig und unter Anleitung laufen würde.

 

Immer wieder bekamen wir gute Tipps mit auf den Weg, um als Anfänger gesundheitsorientiert und körperbewusst einsteigen zu können, wie Lauf-ABC zum Aufwärmen vor dem Lauf, intensive Dehnübungen, die Wichtigkeit den Oberkörper zu stärken zur Stabilisierung und Verbesserung des Laufstils, Haltung und Bewegung während des Laufens, richtiges Outfit, 2 Paar Laufschuhe, 20%-ige Steigerung des Laufpensums pro Woche, langsames Steigern, um die Muskeln und Sehnen nicht so zu belasten, Ernährungstipps und und und ...

 

Michael Klein nahm seine Teilnehmer immer wieder ins Visier und arbeitete für jeden quasi individuell einen Trainingsplan aus. Nach diesem konnte dieser dann, wenn er mal nicht zur Trainingszeit kommen konnte, ersatzweise allein laufen. Alles fand Berücksichtigung: Leistungsstand, gesundheitliches Befinden (Tagesform) oder auch ob jemand an einem Wettkampf teilgenommen hatte und regenerativ laufen musste.

 

Da der „innere Schweinehund“  eben doch viel besser im Griff zu halten ist, wenn die Laufkumpels  3 x die Woche auf einen warten und zudem der Trainer die Anwesenheit auch noch dokumentiert, nahm ich recht regelmäßig an den Trainingstagen teil und der Erfolg ließ nicht auf sich warten.

 

Am 1. Juli lief ich beim Wettkampf in Fröndenberg bereits 27:43 Minuten auf 5 km, was mich zum einen selbst erstaunte, aber natürlich auch sehr stolz machte. Zumal ich ja vor März nie wirklich etwas mit Laufen zu tun hatte, geschweige denn jemals einen Wettkampf absolviert hatte.

 

Nebenbei verlor ich schon während des Kurses 8 Kilo an Gewicht und jetzt nach ½ Jahr Laufsport insgesamt 15 Kilo.

 

Es gibt viele Gründe, um Laufsport zu beginnen, Gewichtsprobleme, Ausgleich für die Psyche, Stressabbau, Verbesserung der Gesundheit, Verbesserung des Immunsystems, Sport an der frischen Luft, Leistungsverbesserung, Kontakt zu Gleichgesinnten. Sicher fällt dem ein oder anderen noch mehr ein. Aber ich für meinen Teil kann sagen, dass diese Punkte für mich alle voll abgedeckt wurden und die gute Anleitung durch den Einführungskurs eine echte Verbesserung meiner Lebensqualität bewirkt hat.

 

Deshalb mein Urteil über die Qualität des Kurses: Ihr seid Klasse! Weiter so!!!

 

Ach ja, einen Nachteil hatte das Ganze doch: Ich musste meinen ganzen Kleiderschrank aufgrund der Gewichtsreduzierung neu bestücken. Aber das nehmen wir Frauen dann doch mehr als gern in Kauf... *zwinker*