• Foto: Dietmard Meiner pixelio.de
  • Foto Paulwip pixelio.de
  • Foto: w.r.wagner pixelio.de
  • Foto: M- E pixelio.de
  • Foto: Martin Jaeger pixelio,de
  • Foto: Petra Bork pixelio.de
  • Foto: w. r. wagner pixelio.de

„The worlds biggest Tri"

 

So bewirbt die International Triathlon Union den Triathlon in Hamburg, der am vergangenen Wochenende zu 16. Mal stattfand. Er gehört zur ITU World Triathlon-Series und damit zum exklusiven Kreis von neun namhaften Triathlon-Veranstaltungen rund um die Welt. Aber nicht nur für die Elite hatten sich die Veranstalter ins Zeug gelegt, sondern auch für die vielen Hobbysportler, die sich mittlerweile dem „Dreikampf“ des Ausdauersports verschrieben haben.

Für die Lauffreunde Bönen hatten Ralf Bartmann (Jg. 1966) und Manuel Sinner (Jg. 1989) für die olympische Distanz gemeldet. Das bedeutete 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 m Laufen. Für Ralf Bartmann war es der erste Start in dieser Kategorie, Sinner hatte noch vor wenigen Wochen die olympische Distanz beim Triathlon in Kamen als Fünfter hinter sich gebracht. Seine damalige Zeit: 2:13:00 Std.

Der Streckenverlauf war einzigartig: Schwimmen in der Binnenalster, Laufen am Ufer von Binnen- und Außenalster und die Radstrecke führte die Teilnehmer die Elbe entlang. Ins Ziel liefen die Triathleten auf den blauen Teppich vor der Kulisse des prächtigen Hamburger Rathauses.

Jürgen Korvin, Pressewart der Lauffreunde: „In der knapp 4000 Namen umfassenden Ergebnisliste fand ich Ralf Bartmann mit einer Zeit von 2:37:47 Std. auf Platz 916 und Manuel Sinner mit 2:46:03 Std. auf Platz 1414. Ralf mag es mir nachsehen, aber die Reihenfolge überraschte mich nach Manuels Kamener Ergebnis dann doch.“

Manuel Sinner nennt den Grund: „Beim Laufen bekam ich heftige Magenprobleme, warum auch immer. Da ich aber unbedingt den Zieleinlauf am Rathaus erleben wollte, blieb mir nichts Anderes übrig, als meine Ziele neu zu definieren. Ich schaltete auf Durchhalten um. Es hat sich trotz allem gelohnt, die Stimmung in Hamburg, an der Strecke und erst recht im Ziel, ist einfach nur toll.“

Ralf Bartmann berichtet über das Rennen: „Manuel und ich starteten am Sonntag um 10.20 Uhr bei 18 Grad Luft- und 19,5 Grad Wassertemperatur. Der Himmel war bedeckt. Das Schwimmen in der Binnenalster lief für mich optimal. In der zweiten von drei Fahrradrunden fing es dann an zu regnen und die Strecke wurde rutschig. Der abschließende 10 km-Lauf war dann einfach nur noch hart. Aber der Zieleinlauf hat mich für alles mehr als nur belohnt. Ich freue mich sehr.“

Manuel Sinner benötigte für das Schwimmen 34:25 Min., für das Radfahren 1:02:55 Std. und für den Lauf 1:00:33 Std. Der erste Wechsel schlug für ihn mit 4:36 Min. zu Buche, der zweite mit 3:37 Min. Ralf Bartmann verließ nach 29:46 Min. die Binnenalster, vom Rad stieg er nach 1:08:24 Std. und den Lauf beendete er nach 49:43 Min. Seine Wechsel dauerten 5:42 Min. bzw. 4:14 Min.

Jürgen Korvin zu dem Kamener und dem Hamburger Wettkampf: „Man kann die Zeiten trotz gleicher Distanzen nicht vollständig miteinander vergleichen. So waren in Hamburg aufgrund der großen Teilnehmerzahlen die Wechselzonen riesig lang, wurden sprichwörtlich zur vierten Disziplin des Triathlons. Außerdem wurde in Hamburg im Freiwasser geschwommen, in Kamen in einem Schwimmbad.“