Erfahrungsbericht zum Grundkurs Laufen der Lauffreunde Bönen vom 8.3. bis 14.4.2011 (Kursleitung: Manuela Maletz und Michael Klein)

Von Susanne Ganswind

 

Meine Vorgeschichte: Vor 10 Jahren kam mein Sohn zur Welt, was unser Leben sozusagen auf den Kopf stellte. Denn es sollte nichts mehr sein, wie es vorher war. Ich hatte immer viel Sport (Aerobic, Stepp-Aerobic, Jazz-Dance, Schwimmen, Volleyball, Fitness Studio) gemacht, aber jetzt Stand der Fokus voll auf dieses kleine Wesen. Leider hatte es nicht so einen guten Start gehabt und benötigte deshalb sehr viel Aufmerksamkeit. Ich erlaubte mir gewissermaßen kaum noch an mich selbst zu denken, was sich natürlich irgendwann rächte.

 

Meine Kilos, die ich während der Schwangerschaft zu viel zulegte, wurden eher mehr statt weniger und ich immer frustrierter. Aus medizinischer Sicht bekam ich den Rat mir einen Ausgleich für beruflichen und familiären Stress zu suchen. Da mir bei meinem Arzt Dr. Sander dann auch noch ein Flyer von den Lauffreunden Bönen in die Finger fiel, waren dafür die Weichen bereits gestellt. Auf der Internetseite informierte ich mich dann weiterhin über die Möglichkeiten, die der Verein bietet. Mit Freuden entdeckte ich, dass es auch ein Angebot für Kinder gibt und auch sonstige Aktivitäten wie beispielsweise Fahrradausflüge angeboten werden.

 

Also präsentierte ich meinen Entschluss meiner Familie und schlug vor, den Familienbeitrag zu wählen und zusammen einzutreten. Zuvor hatte ich mit Hartmut Stoepel telefoniert und mich über die Angebote der Grund- und Aufbaukurse informiert. Im September sollte ein entsprechender Kurs stattfinden und mein Mann und ich meldeten uns dafür an.

 

Leider hatte ich aus gesundheitlichen Gründen dann nicht antreten können, aber mein Mann war sofort hoch motiviert dabei. Auch mein Sohn begann im Januar zu trainieren und war begeistert insbesondere von seinem Trainer Michael Klein, der ihn durch sein Lob so sehr „puschen“ konnte, dass er trotz seiner Behinderung beim 1000-m-Lauf in seiner Schulklasse in den vorderen Rängen lag.


Somit konnte ich es kaum erwarten bis der nächste Kurs begann. Aber im März war es dann endlich so weit.

 

Mit knapp 20 anderen Teilnehmern saß ich brav auf einem Stuhl und lauschte auf die beiden Kursleiter, füllte den Fragebogen aus und harrte der Dinge die da kommen würden. Angesprochen hat mich auch, das Foto von Michael Klein, was er herumgab und ihn vor dem Lauftraining mit überflüssigen Pfunden zeigte. Das machte mir Hoffnung, denn das wollte ich unbedingt auch wieder schaffen! ;-)

 

Gelaufen war ich hin und wieder zwischendurch mal – sehr sporadisch und sehr kurze Strecken - für mich allein, aber jetzt wusste ich, dass es weitaus mehr bringen würde, wenn ich in der Gruppe regelmäßig und unter Anleitung laufen würde.

 

Immer wieder bekamen wir gute Tipps mit auf den Weg, um als Anfänger gesundheitsorientiert und körperbewusst einsteigen zu können, wie Lauf-ABC zum Aufwärmen vor dem Lauf, intensive Dehnübungen, die Wichtigkeit den Oberkörper zu stärken zur Stabilisierung und Verbesserung des Laufstils, Haltung und Bewegung während des Laufens, richtiges Outfit, 2 Paar Laufschuhe, 20%-ige Steigerung des Laufpensums pro Woche, langsames Steigern, um die Muskeln und Sehnen nicht so zu belasten, Ernährungstipps und und und ...

 

Michael Klein nahm seine Teilnehmer immer wieder ins Visier und arbeitete für jeden quasi individuell einen Trainingsplan aus. Nach diesem konnte dieser dann, wenn er mal nicht zur Trainingszeit kommen konnte, ersatzweise allein laufen. Alles fand Berücksichtigung: Leistungsstand, gesundheitliches Befinden (Tagesform) oder auch ob jemand an einem Wettkampf teilgenommen hatte und regenerativ laufen musste.

 

Da der „innere Schweinehund“  eben doch viel besser im Griff zu halten ist, wenn die Laufkumpels  3 x die Woche auf einen warten und zudem der Trainer die Anwesenheit auch noch dokumentiert, nahm ich recht regelmäßig an den Trainingstagen teil und der Erfolg ließ nicht auf sich warten.

 

Am 1. Juli lief ich beim Wettkampf in Fröndenberg bereits 27:43 Minuten auf 5 km, was mich zum einen selbst erstaunte, aber natürlich auch sehr stolz machte. Zumal ich ja vor März nie wirklich etwas mit Laufen zu tun hatte, geschweige denn jemals einen Wettkampf absolviert hatte.

 

Nebenbei verlor ich schon während des Kurses 8 Kilo an Gewicht und jetzt nach ½ Jahr Laufsport insgesamt 15 Kilo.

 

Es gibt viele Gründe, um Laufsport zu beginnen, Gewichtsprobleme, Ausgleich für die Psyche, Stressabbau, Verbesserung der Gesundheit, Verbesserung des Immunsystems, Sport an der frischen Luft, Leistungsverbesserung, Kontakt zu Gleichgesinnten. Sicher fällt dem ein oder anderen noch mehr ein. Aber ich für meinen Teil kann sagen, dass diese Punkte für mich alle voll abgedeckt wurden und die gute Anleitung durch den Einführungskurs eine echte Verbesserung meiner Lebensqualität bewirkt hat.

 

Deshalb mein Urteil über die Qualität des Kurses: Ihr seid Klasse! Weiter so!!!

 

Ach ja, einen Nachteil hatte das Ganze doch: Ich musste meinen ganzen Kleiderschrank aufgrund der Gewichtsreduzierung neu bestücken. Aber das nehmen wir Frauen dann doch mehr als gern in Kauf... *zwinker*